Feuerwehr Gruibingen

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Geschichte

14.04.16

Geschichtliche Entwicklung der Feuerwehr Gruibingen

Geschichte1Schwedische Soldaten legten am 24. April 1647 Gruibingen in Schutt und Asche. 130 Häuser und Scheunen brannten nieder.

Zwanzig Jahre später, am 20. März 1668, brannte durch unvorsichtiges Verhalten des Dorfschmieds erneut fast ganz Gruibingen nieder. 7 Helfer starben. Das ganze Hab und Gut verbrannte – darunter auch fast 300 Schafe, Rinder und Pferde.

Nach diesen beiden verheerenden Bränden entstand in Gruibingen 1668 die erste Feuerwehr. Diese Gründung wurde nicht niedergeschrieben.

 

Gründung der Gemeindefeuerwehr

Geschichte2Nachdem sich erfreulicherweise keine großen Brände mehr ereigneten, löste sich die „Nachbarschaftshilfe-Feuerwehr“ nach und nach auf.

Am 15. November 1864 wurde auf Initiative des damaligen Gemeinderates unter Bürgermeister Eduard Werner erstmals eine organisierte Feuer­wehr aufgestellt. Sie begann mit 25 Freiwilligen.

Aus dieser ersten Freiwilligen Feuerwehr wurde im Jahre 1886 eine Pflichtfeuerwehr mit einer Stärke von etwa 150 Mann.

Geschichte3Neben verschiedenen Gerätschaften wie einer vierrädrigen zweistrahligen Saugfeuerspritze mit 65 Metern Druckschläuchen, verschiedenen Leitern, einer tragbaren Druckspritze, zwei Erdölfackeln mit Stativ sowie einer Feuerwehrspritze wurde im Jahre 1925 eine fahrbare Feuerleiter angeschafft.

Diese ist noch heute funktionstüchtig und wird vom Bauhof als auch traditionell zur jährlichen Maibaumaufstellung durch die Feuerwehr genutzt.

 

Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr

Im Jahre 1929 wurde die Pflichtfeuerwehr wieder in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt. Die Freiwillige Feuerwehr startete mit einer Mannschaftsstärke von 82 (zweiundachtzig!) Mann. Erster Kommandant war Wilhelm Nägele.

Nach den Wirren des 2. Weltkrieges nahm die Feuerwehr Gruibingen unter Kommandant Wilhelm Bäuerle am 10. Juni 1946 mit 38 Freiwilligen wieder ihren Dienst auf.

Die damaligen Einsätze der Feuerwehr betrafen Brände und gelegentlich Hochwasser.

Durch die fortschreitende Motorisierung und die Nähe zur Autobahn veränderten sich jedoch die Aufgaben der Feuerwehr Gruibingen. Es waren nun mehr und mehr Einsätze mit Fahrzeugen zu verzeichnen.

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Gruibingen mit der Autobahn um 1937

 

Das erste Feuerwehrauto in Gruibingen

Geschichte5Ein Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Gruibingen war die Anschaffung des ersten Löschfahrzeugs. Am 3. August 1969 konnte Kommandant Wilhelm Schäufele das neue LF 8 der Marke Daimler-Benz entgegennehmen. Fortan stand ein Fahrzeug im „Stall“, mit dem erstmals Mannschaft und Gerät zum Einsatzort gebracht werden konnten. Bereits in den Jahren 1971 und 1972 bewährte sich das Fahrzeug im Einsatz bei zwei Großbränden.

 

Entstehung der Stützpunktfeuerwehr

Die wohl markanteste Veränderung in der Geschichte der Gruibinger Feuerwehr bahnte sich 1976 an. Das Land Baden-Württemberg und der Landkreis Göppingen bemühten sich, im Bereich des Albaufstiegs eine Stützpunktfeuerwehr vorrangig für die Autobahn zu errichten.

Diese Bemühungen kamen nicht von ungefähr. So war die Autobahn A8 von Aichelberg bis Hohenstadt gespickt mit Gefahrenpotenzialen. Da auch die Verkehrsdichte stetig zugenommen hatte, kam es immer wieder zu schweren Unfällen.

1977 war es dann soweit. Die Feuerwehren Wiesensteig und Gruibingen erhielten den Zuschlag für diese große Aufgabe. Es sollten spezielle Fahrzeuge für die Autobahn angeschafft werden und für die Feuerwehr Gruibingen wurde ein neues Feuerwehrmagazin geplant.

Nach einem Jahr Bauzeit für das Feuerwehrmagazin wurde am 30. April 1979 die Stützpunktfeuerwehr ihrer Bestimmung übergeben. Die Feuerwehr Gruibingen erhielt einen Vorausrüstwagen (VRW) auf Basis Range Rover und ein Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50). Der ebenfalls sehr wichtige Rüstwagen (RW 2) wurde in Wiesensteig stationiert. Die Einsatztätigkeit nahmen die Wehren aus Wiesensteig und Gruibingen am 1. Juni 1979 auf. Die Feuerwehr Gruibingen stand damals unter der Führung unseres heutigen Ehrenkommandanten Walter Eberhard.

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Bereits bei den ersten Einsätzen zeigte sich, auf was sich die beiden Wehren eingelassen hatten:

LKW-Unfall mit Chemikalien, Flugzeugabsturz, LKW-Brand und PKW-Unfall mit eingeklemmter Person waren die ersten Alarmierungen.

 

 

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